Radulf hat geschrieben:die arschschmerzen vom reiten sind inzwischen auch schon wieder vorbei
Brigida hat geschrieben:bald kannst dann Beiträge ganz auf Suaheli schreiben![]()
Mana hat geschrieben:so, endlich habe ich die Moglichkeit mich zu melden. da wo ich bin, ist wirklich "irgendwo in Afrika". Kein Strom, kein fliessendes Wasser, plumsklo ohne wasser zum waschen danach etc. Es ist eine ziemliche Umstellung, die ich in meinem leben sonst noch nicht hatte. Einige freiwillige Helfer habe auch schon nach dem 1. Tag das Weite gesucht. Krank sind auch schon fast alle geworden. zumeist Malaria und Typhterie (oder so), von verschmutzten Lebensmitteln. ein paar facts zu meinem Aufenthalt:
* die schule hat etwas mehr als 200 Schuler, aber einige kommen fast nie, weil sie auf der Farm helfen mussen. Es gibt 8 Klassen zu je grob 30 Schulern. Ich unterrichte Mathe, Social Studies (Geo), PE und Creative Arts (Musik, Freidenken...) ca. 13 - 15 Jahre alt. insgesamt habe ich 23 Wochenstunden, was ein Full-time-job in Osterreich ware. Die Ausstattung ist naturlich mangelhaft, wenigstens haben wir Kreide und eine Tafel, manche Schuler haben auch Hefte. Aber trotzdem bereitet mir das "teachen" viel Freude, da die Schuler sehr wissbegierig sind. Wir sind 6 freiwillige Helfer, die die meiste Arbeit machen und 7 Native Teacher.
* untergebracht bin ich bei eine Gastfamilie, mit ich weiss nicht wie vielen Kindern. Aber Gott sei Dank habe ich sogar ein eigenes Zimmer - das habe ich gut erwischt. Geschlafn wird unter einem Mosiktonetz, auf einer alten Decke, doch zwischen 4 und 5 fangen die Haehne bereits an zu kraehen.
* Dunkel wird es bereits um 6 Uhr, dann kann man kaum mehr was machen - bei Kerzenlicht fallt alles ein wenig schwerer. Ansonsten sind die Temperaturen recht angenehm - um die 23 Grad schaetze ich und immer bewoelkt. Gestern hat es sogar geregnet, was fuer September ungewohnlich ist, und auf meinen Schuhen war ca. eine 10cm hohe Lehmschicht, die sich nicht entfernen liesz.
* essen ist sehr eintoenig: eigentlich gibt es nur 3 verschiedene Speisen - 1. Ugali (sowas wie Polenta), 2. Reis, 3. Chapati (Kebabbrot). Zu trinken gibts immer englischen Tee.
* Als Weisser faellt man hier naturlich auf und von uberall her kommen die Kinder gerannt und rufen "Mzungu" (Weisser, Europear) - an Privatsphere ist nicht zu denken. Sie wollen alles angreifen und mit nach "Australia" !! kommen.
So derzeit sitze ich in Embu und schreibe an euch / habe gerade 2 Stunden Hoellentrip hinter mir (Marsch + Matatu-Fahrt (vollig uberfuellter Kleinbus).
Alles in allem ist es hier sehr anstregend, doch es gibt auch zahlreiche schoene Seiten. Vor allem die Kinder und die Landschaft bereiten sehr viel Freude. Fragen wie: Wie graebt man in Osterreich Loecher? oder "Welchen Gott ich huldige" sind einzigartig und nur hier zu finden.
Tristan hat geschrieben:klingt ja interessant. pass auf dich auf!!!!!!!!
gibt es da unten tuaregs????
wenn ja grüß sie von mir![]()
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